Wenn man sich zum Meditieren hinsetzt, (so ist) das erste, was
auftreten wird, eine Art von innerer Unruhe, als ob es in unserem Blute
stechen und krabbeln würde, so dass man sich dadurch abgelenkt fühlt;
ja, es kann sogar bis zu einem Rauschen des Blutes werden. Durch das
Stechen und Prickeln des Blutes kommt uns nämlich der Egoismus zum
Bewußtsein, mit dem wir noch behaftet sind und der uns daran hindert, in
die geistige Welt hineinzugelangen. Ein
zweites Hindernis, das sich bei der Meditation auftut, ist eine Art von
Atemnot. Während man vorher den Atem regelmäßig verlaufend fühlte,
kommt ein Moment, in dem man so fühlt, als ob der Atem stocken würde,
als ob man im Halse eine Verdickung oder Beklemmung haben würde, die uns
den Atem nimmt. Auch das ist etwas, was wohl ein jeder erleben wird,
der zu meditieren versucht, und das uns hinweisen soll auf einen Mangel
an Wahrheitssinn, auf die Lügenhaftigkeit, die noch in uns steckt.

GA 266/3, Seite 181

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