Entweder wird die heutige zivilisierte Menschheit sich dazu bequemen müssen, ein solches selbständiges Geistesleben hinzunehmen, oder die gegenwärtige Zivilisation muß ihrem Untergang entgegengehen und aus den asiatischen
Kulturen muß sich etwas Zukünftiges für die Menschheit ergeben.
Wer heute noch nicht glaubt, daß die Dinge so ernst liegen, der
fördert auch in einer gewissen Richtung dasjenige, was Vorbereitung
ist für die ahrimanische Zukunftsinkarnation. Es ist ja heute schon
im Grunde genommen aus den Außendingen, aus den äußeren Tatsachen
des menschlichen Lebens manches, was in bezug auf diese
Wahrheit Aufschluß geben könnte, zu erkennen. Die ahrimanische
Inkarnation wird dann ganz besonders gefördert werden, wenn man
es ablehnt, ein selbständiges freies Geistesleben zu begründen, und
das Geistesleben weiter drinnenstecken läßt in dem Wirtschaftskreislauf
oder in dem Staatsleben. Denn diejenige Macht, welche das weitaus
größte Interesse hat an einer solchen weiteren Verquickung des
Geisteslebens mit dem Wirtschaftsleben und mit dem Rechtsleben, das
ist eben die ahrimanische Macht. Die ahrimanische Macht wird das
freie Geistesleben wie eine Art von Finsternis empfinden. Und das
Interesse der Menschen an diesem freien Geistesleben wird diese ahrimanische
Macht empfinden wie ein sie brennendes Feuer, ein seelisches
Feuer, aber ein sie stark brennendes Feuer. Daher obliegt es geradezu
dem Menschen, um die richtige Stellung, das richtige Verhältnis zur
ahrimanischen Inkarnation in der nächsten Zukunft zu finden, dieses freie Geistesleben zu begründen.

GA 191, Seite 212ff

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