ICH & Denken

ICH & Denken Für das Ich ist es nicht gleichgültig, was das reine Denken tut, denn das reine Denken ist der Schöpfer des Ich. GA 35 , Philosophie und Anthroposophie

Maschinen Das hindert selbstverständlich nicht, aufmerksam zu sein auf diese Dinge, denn sie sind wichtig und wesentlich. Worauf ich aufmerksam machen will, ist, daß wir uns nicht selber benebeln sollen, daß wir klar sein müssen, daß äußerste Klarheit notwendig ist, wenn wir wirken wollen für die anthroposophisch orientierte Geisteswissenschaft. Noch einmal will ich darauf hinweisen, daß der Menschheit bevorsteht in diesem fünften nachatlantischen Zeitraum, hineinzukommen in eine besondere Behandlung großer Lebensfragen, die in einer gewissen Weise verdunkelt gewesen sind durch die Weisheit der bisherigen Zeit. Ich habe schon auf sie hingewiesen. Die eine große Lebensfrage kann damit bezeichnet werden, daß …mehr

Schweigen als Verbrennungsprozess

Schweigen als Verbrennungsprozess Man lebt in dem lebendigen Denken für das Ätherische. Man lebt in dem nicht von uns in Bewegung gesetzten, sondern durch den Logos erleuchteten Prozess, der sonst nur in der physischen Luft beim Sprechen lebt, auf der zweiten Stufe. Auf der dritten Stufe muss man etwas erkennen, was das Gegenbild eines Zerstörungsprozesses im physischen Leben der Erde ist. Da muss man jetzt nicht nur durch eine Steigerung des Denkens, durch eine in die Stille hinein erfolgende Steigerung des Sprachvermögens, sondern da muss man durch eine Verinnerlichung desjenigen, was vorgeht, wenn wir als Menschen hier auf der Erde …mehr

Das Schweigen der Seele Während sich der Mensch durch Gewöhnung in seinem physischen Leib feststehend auf der Erde fühlt, empfindet er in dem Erleben im Ätherischen eine gewisse Unsicherheit seines eigenen Daseins. Er fühlt sich hinausgehoben über die physische Welt und noch nicht fest begründet in der geistigen Welt. Dieses Fest-begründet-Sein in der geistigen Welt tritt aber ein, wenn von dem strebenden Menschen das erreicht wird, was ich gestern hier genannt habe: das tiefe Schweigen der Seele. Der Mensch muss dahin kommen, diejenige Kraft, die er sonst braucht als eine modifizierte Atemkraft, in Gemäßheit dessen, was ich in «Wie erlangt …mehr

Wissenschaft & Geisteswissenschaft

Wissenschaft & Geisteswissenschaft Geisteswissenschaft will Wissenschaft sein. Wissenschaft führt immer weg von der menschlichen Individualität, wenn sie auch gerade verständlich macht auf sittlichem und sozialem Gebiete das Individuelle, wenn sie auch da gerade anregt die Quellen der individuellen Impulse. Aber als Wissenschaft selbst, als Erkenntnis, macht sie den Menschen selbstlos, führt weg von der Individualität, führt in dasjenige, was umfassend, universell ist. Jedoch der Mensch braucht zu seinem vollen Menschtum stets, daß er zum Übersinnlichen ein unmittelbar individuelles Verhältnis habe, ein Verhältnis, das er unmittelbar subjektiv ausleben kann. Der Mensch braucht nicht nur den Zusammenhang mit der übersinnlichen Welt, so …mehr

Über den Mars

Über den Mars Allerdings, wenn man sich das so vorstellt, wie sich zumeist heute die Menschen die Planeten vorstellen, daß sie ebensolche feste Körper wie die Erde seien, dann könnte man schon erwarten, wenn sie mit der Erde zusammenkommen werden, daß sie alle lebenden Wesen auf der Erde überall anschlagen! Aber das wird nicht der Fall sein, denn die Planeten haben nicht dieselbe Festigkeit wie die Erde selber. Wenn der Mars zum Beispiel wirklich herunterkommen würde und sich mit der Erde vereinigen würde, dann würde er selber nicht das feste Land verheeren können, sondern er würde nur die Erde überschwemmen …mehr

Gedankenleben

Gedankenleben Während wir uns bemühen, hier in der physischen Welt, zu dem Dinge, das wir sehen, einen Gedanken hinzuzufinden, müssen wir in der geistigen Welt, weil uns der Gedanke in Hülle und Fülle zur Verfügung steht, den Gedanken auslöschen, wegschaffen; dann treten uns die Wesen entgegen. Wir müssen Herr werden über den Gedanken, dann treten uns die Wesen entgegen. Und diese Kraft, Herr zu werden über den Gedanken, den Gedanken gewissermaßen aus unserem Gesichtsfelde herauszuwerfen, damit das Wesen uns entgegentritt im Meere der flutenden Gedankenwelt, diese Kraft erhalten wir dadurch, daß uns, als herrlicher Ausgangspunkt unseres geistigen Lebens nach dem …mehr

Geschichtsbetrachtung

Geschichtsbetrachtung Man muß, wenn man Geschichte studiert, einen Sinn dafür haben, Symptomatologie zu treiben, das heißt, vieles von dem, was heute als Geschichte genommen wird, nur als Symptom aufzufassen für manches, was viel tiefer dahinterliegt, was wirklich die geistige Strömung ist, die diese Symptome nur trägt. Und so kommt dasjenige, was in den Tiefen der Menschheitsentwicklung ist, tatsächlich auch symptomatisch in diesen oder jenen Zeitkrankheiten zum Vorschein. Rudolf Steiner – GA 73a, Seite 240
 
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